Wird von Schädlingsbekämpfung gesprochen, sind Maßnahmen gemeint, die dazu dienen, Organismen (Tiere oder Pilze) zu beseitigen. Dies wird dann in Anspruch genommen, wenn die entsprechenden Lebewesen potenziell oder tatsächlich einen wirtschaftlichen Schaden anrichten können. Die entsprechenden Organismen werden dann als Schädlinge bezeichnet. Dies umfasst zum Beispiel Wühlmäuse, Schimmelpilze, diverse Käferlarven, holzzerstörende Insekten und viele weitere Tiere und Pilze, die Krankheiten verbreiten oder Vorräte vernichten. Besonders häufig sind Ameisen und Schimmelpilze als Schädlinge zu nennen. Lebewesen, die keine (größeren) Schäden anrichten, aber das Wohlbefinden beeinträchtigen können, werden wiederum als Lästlinge eingestuft. Auch diese können durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden. 

Dabei sind die Maßnahmen zur Beseitigung sehr vielfältig und können sich grob in präventive und vernichtende Maßnahmen einteilen lassen.  Bei präventiven Maßnahmen werden Vorkehrungen getroffen, die es bestimmten Arten erschweren sich niederzulassen. Beispiele sind etwa die Vogelabwehrspitzen, die oftmals auf erhöhten Gebäudepunkten und unter Brücke zu finden sind. Sie werden baulich eingeplant oder hinzugefügt und können entsprechend Teil der Bauplanung sein. Kammerjäerdienste und auch Baufirmen bieten es an, diese Maßnahmen zu fertigen und anzubringen. Ein entsprechender Sachverständiger während der Bauplanung kann hingegen schon vorher entsprechend beraten und das Errichten dieser Vogelabwehrspitzen veranlassen. 

Auch bestimmte Bauweisen (Scheunen, Gartenlauben etc.) lassen präventive Maßnahmen zu. So können etwa Erhöhungen zwischen Gebäudeboden und Baugrund die Einnistung von Nagetieren verhindern. Grundstücke können durch in den Boden gelassene Barrieren vor dem Befall mit grabenden Tieren geschützt werden. Viele Maßnahmen, die präventiv wirken sollen, können auch nach erfolgter Vernichtung der Schädlinge eingerichtet werden.  Vernichtende Maßnahmen kommen hingegen zum Einsatz, wenn die Schädlinge bereits eingefallen sind. Dies umfasst das Ausheben von Insektennestern (und die Vernichtung), das Ausräuchern von Gebäuden, das Ausräuchern von Gärten und so weiter. Auch eine groß angelegte Schimmelbeseitigung, welche eine Renovierung betroffener Stellen mit einschließt, fällt in die  Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, auch bei der Protect Pest Control e.U.

Dabei werden meist Kammerjäger eingesetzt, wenn der Hausherr das Problem nicht selbst beseitigen kann oder die Schädlinge als ernstzunehmende Gesundheitsgefahr eingestuft werden können. Zuweilen treten im Zuge der Maßnahmen Schäden an der Bausubstanz auf, die durch entsprechende Handwerker korrigiert werden müssen.  Je nach Schädling kommen auf der giftigen Seite etwa Insektizide, Fungizide, Rodentizide oder Larvizide zum Einsatz. Diese sollen die entsprechenden Lebewesen vergiften und so nach und nach vernichten. Sie werden häufig mit Lockfallen kombiniert.  Die Schädlingsbekämpfung kann mit geeigneten Mitteln durchgeführt werden, die sich in der Regel in Bau- und Gartenmärkten finden lassen. Dies ist dann möglich, wenn die Schädlinge sich nicht tief in der Bausubstanz eingenistet haben oder nur in einem kleinen Bereich zu finden sind. Gerade im Garten nehmen viele Menschen die Bekämpfung von Schädlingen und Lästlingen selbst in die Hand. Dabei werden neben Giften auch Strategien der biologischen Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. Dies bedeutet, dass Fressfeinde oder nicht schädliche Konkurrenten einer Art angesiedelt werden. Aus praktischen Gründen - es werden hierfür ausschließlich Tiere eingesetzt - kann dies nur im Freien Anwendung finden.  In dem gesamten Zusammenhang ist Prävention das Wichtigste: Zugänge zum Gebäude sollten eng abgedichtet sein, um das Eindringen von Tieren zu verhindern. Lebensmittelvorräte sollten stets verschlossen gelagert werden. Aufkommende Schädlinge sollten bei Erkennung früh beseitigt werden, damit eine massenhafte Vermehrung verhindert werden kann.

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